Fortbildung
Wang Ju-Yi und Jason Robertson:
Leitbahnen verstehen und palpieren: Prof. Wangs Ansatz aus den Klassikern
Inhalt
Das Fühlen und Palpieren der Leitbahnen galt in der frühen Akupunkturtherapie als ein wichtiges diagnostisches Instrument.
In den Akupunkturklassikern Neijing (Innerer Klassiker) und Nanjing (Klassiker der Schwierigkeiten) findet man genaue Anleitungen zum Ertasten der Leitbahnen. Dem Aufspüren von Knoten und anderen Veränderungen im Gewebe wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
In der heutigen Praxis bestimmt jedoch oft ein sehr rationaler Ansatz die Wahl der Akupunkturpunkte. Lediglich die Pulse spielen innerhalb der tastenden Methoden eine größere Rolle. Häufig fehlt jedoch bei der Integration der Pulsbefunde in die Gesamtdiagnose eine brauchbare theoretische Struktur, in die das Gefühlte sinnvoll eingeordnet werden kann.
Im Laufe seiner über 40-jährigen ärztlichen Tätigkeit am Beijing-Hospital entwickelte Professor Wang einen sehr pragmatischen Ansatz zum Verständnis und Palpieren der Leitbahnen.
Er zeigt Ihnen, wie sich damit eine große Vielfalt an klinisch relevanten Veränderungen aufspüren lässt.
Neben diesem stark praxisorientierten Teil des Seminars erläutert Professor Wang gemeinsam mit seinem langjährigen Schüler Jason Robertson Kernaussagen aus der klassischen chinesischen Medizinliteratur, die für ein tief greifendes Verständnis der Akupunktur und Leitbahnphysiologie wichtig sind. Eine übergeordnete Rolle spielt dabei das Modell der Sechs Schichten und dessen Bedeutung für die Körperphysiologie im Allgemeinen. Professor Wang vermittelt die Akupunktur als lebendiges System. Auf dieser Grundlage lassen sich Erkrankungen über das Leitbahnsystem erfassen und Behandlungspläne auch für komplexe Erkrankungen entwickeln. Ein Ansatz, der weit über das übliche Verwenden von “Erfahrungspunkten” hinausgeht.
Themen im Überblick
Die Dozenten
Prof. Dr. Wang Ju-Yi
praktiziert, studiert und unterrichtet chinesische Medizin seit 1962. Als Wissenschaftler widmete er einen großen Teil seines Lebens der Untersuchung vor allem einer Frage: Wie lassen sich die Prinzipien klassischer Akupunkturtexte auf die Behandlung von Patienten in der heutigen Praxis am effektivsten anwenden? Als früherer Präsident des Beijing Kuan Jie Hospital und Chefredakteur von Chinese Acupuncture and Moxibustion unterhält Prof. Wang heute eine private Lehrklinik in Peking. Seit den 1970ern unterrichtet er in Deutschland, Griechenland, USA, Kolumbien, Mexiko, Japan und Südkorea. 2008 präsentierte Professor Wang mit Jason Robertson seine klinische Erfahrung in dem Buch Applied Channel Theory in Chinese Medicine (Eastland Press, Seattle USA).
Jason D. Robertson (L.Ac.)
arbeitet seit acht Jahren mit Prof. Wang zusammen und unterrichtet seine Palpationstechniken in den USA. 2008 haben beide gemeinsam eine der besten Akupunktur-Neuerscheinungen der letzen Jahre herausgebracht: Applied Channel Theory in Chinese Medicine (Eastland Press). Jason D. Robertson praktiziert chinesische Medizin in Seattle (Washington State, USA). Daneben ist er Mitglied des Dozententeams des Seattle Institute of Oriental Medicine (SIOM).
Das Fühlen und Palpieren der Leitbahnen galt in der frühen Akupunkturtherapie als ein wichtiges diagnostisches Instrument.
In den Akupunkturklassikern Neijing (Innerer Klassiker) und Nanjing (Klassiker der Schwierigkeiten) findet man genaue Anleitungen zum Ertasten der Leitbahnen. Dem Aufspüren von Knoten und anderen Veränderungen im Gewebe wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

In der heutigen Praxis bestimmt jedoch oft ein sehr rationaler Ansatz die Wahl der Akupunkturpunkte. Lediglich die Pulse spielen innerhalb der tastenden Methoden eine größere Rolle. Häufig fehlt jedoch bei der Integration der Pulsbefunde in die Gesamtdiagnose eine brauchbare theoretische Struktur, in die das Gefühlte sinnvoll eingeordnet werden kann.
Im Laufe seiner über 40-jährigen ärztlichen Tätigkeit am Beijing-Hospital entwickelte Professor Wang einen sehr pragmatischen Ansatz zum Verständnis und Palpieren der Leitbahnen.
Er zeigt Ihnen, wie sich damit eine große Vielfalt an klinisch relevanten Veränderungen aufspüren lässt.
Neben diesem stark praxisorientierten Teil des Seminars erläutert Professor Wang gemeinsam mit seinem langjährigen Schüler Jason Robertson Kernaussagen aus der klassischen chinesischen Medizinliteratur, die für ein tief greifendes Verständnis der Akupunktur und Leitbahnphysiologie wichtig sind. Eine übergeordnete Rolle spielt dabei das Modell der Sechs Schichten und dessen Bedeutung für die Körperphysiologie im Allgemeinen. Professor Wang vermittelt die Akupunktur als lebendiges System. Auf dieser Grundlage lassen sich Erkrankungen über das Leitbahnsystem erfassen und Behandlungspläne auch für komplexe Erkrankungen entwickeln. Ein Ansatz, der weit über das übliche Verwenden von “Erfahrungspunkten” hinausgeht.
Themen im Überblick
- Sechs-Schichten-Lehre und ihre Bedeutung in der Akupunktur
- Darstellung der Zangfu -Theorie im Kontext der Sechs Schichten
- Darstellung der wichtigen Rolle der Leitbahnpalpation für die Diagnose
- Praktische Übungen und Demonstration der Leitbahn-Palpationstechniken
Die Dozenten
Prof. Dr. Wang Ju-Yi
praktiziert, studiert und unterrichtet chinesische Medizin seit 1962. Als Wissenschaftler widmete er einen großen Teil seines Lebens der Untersuchung vor allem einer Frage: Wie lassen sich die Prinzipien klassischer Akupunkturtexte auf die Behandlung von Patienten in der heutigen Praxis am effektivsten anwenden? Als früherer Präsident des Beijing Kuan Jie Hospital und Chefredakteur von Chinese Acupuncture and Moxibustion unterhält Prof. Wang heute eine private Lehrklinik in Peking. Seit den 1970ern unterrichtet er in Deutschland, Griechenland, USA, Kolumbien, Mexiko, Japan und Südkorea. 2008 präsentierte Professor Wang mit Jason Robertson seine klinische Erfahrung in dem Buch Applied Channel Theory in Chinese Medicine (Eastland Press, Seattle USA).
Jason D. Robertson (L.Ac.)
arbeitet seit acht Jahren mit Prof. Wang zusammen und unterrichtet seine Palpationstechniken in den USA. 2008 haben beide gemeinsam eine der besten Akupunktur-Neuerscheinungen der letzen Jahre herausgebracht: Applied Channel Theory in Chinese Medicine (Eastland Press). Jason D. Robertson praktiziert chinesische Medizin in Seattle (Washington State, USA). Daneben ist er Mitglied des Dozententeams des Seattle Institute of Oriental Medicine (SIOM).
| Dozenten: | Wang Ju-Yi, Beijing (VR China) und Jason Robertson, Seattle (USA) | |
| Unterichtssprache: | Chinesisch mit englischer Übersetzung | |
| Ort: | EIOM, Leonrodstr. 58, 80636 München | |
| Termin: | 9.-11. Juli 2010 Fr 10 – 18.30 / Sa 9 – 18.30 / So 9 – 16 Uhr | |
| Unterrichtsstunden: | 28 ( = Credits) | |
| Investition: | Bei Anmeldung bis 9. Juni 2010: € 435,- AGTCM-Mitglieder € 348,- Bei späterer Anmeldung: € 460,- AGTCM-Mitglieder € 373,- |
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| Teilnehmerzahl: | Maximal 30 | |
| Teilnehmerprofil: | Akupunktur-Anfänger und fortgeschrittene TherapeutInnen |
Info-Leitbahnen verstehen und palpieren
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